Skip to main content
  • ipbes; Biodiversität; Bioökonomie;
    Biodiversität und Bioökonomie: Freunde oder Feinde?

    Am 06. Mai veröffentlichte der Weltbiodiversitätsrat IPBES auf der IPBES-Konferenz in Paris einen weitreichenden Bericht über die globalen Entwicklungen der Ökosysteme und der Biodiversität. Das internationale Expertengremium IPBES, in seinem Wirken vergleichbar mit dem IPCC, ist eine UN-Organisation mit Fokus auf der Erhaltung und der nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt. Der Bericht beinhaltet neben einer Zusammenfassung aktueller Studien Handlungsempfehlungen für Politiker. Wichtige Aussagen des Berichts sind folgende:

    In den letzten Jahrhunderten haben Menschen fast überall auf der die Natur durch stetig steigende Landnutzung signifikant verändert. Ca. ein Drittel der Erdoberfläche werden alleine als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Seit den 1970er Jahren kann jedoch, vor allem vor dem Hintergrund der Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, ein drastischer Verlust an Biodiversität beobachtet werden. Die Auswirkungen menschlichen Handelns auf natürliche Systeme bedrohen derzeit sogar mehr Arten als jemals zuvor. Die verloren gegangene und stetig weiter sinkende Biodiversität geht nach Aussagen der Forscher unter anderem mit einem steigenden Risiko für die Lebensmittelsicherheit einher. Durch die geringe Diversität an Kulturpflanzen können Bedrohungen durch Schädlinge oder den Klimawandel weitreichende, globale Folgen auf die Lebensmittelversorgung haben. Als die wichtigsten Treiber der weltweit drastisch sinkenden Biodiversität benennt der IPBES die veränderte Nutzung von Land und Meer, die direkte Nutzung von Tieren und Pflanzen, der Klimawandel, Umweltverschmutzungen und die Invasion nicht heimischer Spezies in Ökosystemen.

    Die Entwicklung des Bevölkerungswachstums, der Wirtschaftsleistung sowie des internationalen Handels der letzten Jahrzehnte führte zu einem massiv steigenden Bedarf an Energie und Materialen. Die herrschenden ökonomischen Anreize und den Fokus auf Wirtschaftswachstum werden als tendenziell schädigend für Natur und Klima betrachtet sodass der IPBES in Zukunft eine Miteinbeziehung von ökologischen Faktoren in das wirtschaftliche Anreizsystem und die Definition von gesellschaftlichem Wohlstand fordert. Die Schlussfolgerungen legen also eine grundsätzlich veränderte Art und Weise des Wirtschaftens nahe und verlangen wesentlich effektivere Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität vor allem in der Landwirtschaft. Dass die Umsetzung dieser Forderungen neben den Veränderungen im Zusammenhang des Klimawandels eine weitere große ökonomische und gesellschaftliche Herausforderung wird, steht außer Frage.

    Die Bioökonomie ist von diesen Auswirkungen und Veränderungsprozessen direkt betroffen. Der Anbau von Biomasse, als wichtigster Rohstoff in der Bioökonomie, steht also vor der Herausforderung in einer Art und Weise gestaltet zu werden, um den Anforderungen des Klimaschutzes sowie des Schutzes biologischer Vielfalt gerecht zu werden und gleichzeitig genügend Lebensmittel und Rohstoffe in einem wirtschaftlichen Maße bereitzustellen.


  • Bioökonomie; Digitalisierung;
    Bio-based Barcamp

    Am 11.04. und 12.04. hat auf Einladung der Wirtschaftsförderung Brandenburg in Potsdam das Biobased Barcamp 2019 stattgefunden. Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene Akteure der Bioökonomie ins Gespräch zu bringen, aktuelle Themen und Problemstellungen vorzustellen und in einem diversen Umfeld offen zu diskutieren. Das Format sah vor, dass jeder Interessierte seine Anliegen ohne vorhergehende Anmeldung in einer der vielen Sessions vortragen konnte. Dies war natürlich auch eine gute Gelegenheit für das DiReBio-Team, neben spannenden Fachdiskussionen auch mit einigen Akteuren ins Gespräch zu kommen und Verbindungen zu knüpfen. Im Diskurs rund um die Gestaltung regionaler Bioökonomiekonzepte sind die Praxis-Experten natürlich wichtige Stimmen als Beteiligte in Workshops oder aber als Radiogast der Radioreihe „Bioökonomie“ des freien Radios Potsdam mit Erich Benesch.


  • Hanfworkshop; Bioökonomie; Lego Serious Play; Wissenschaftsladen Potsdam e.V.
    Hanfworkshop im Wissenschaftsladen Potsdam e.V.

    Anlässlich einer universitären Veranstaltung, durften die Studierenden der Humboldt-Universität Berlin ihre handwerklichen Fähigkeiten und Kreativität unter Beweis stellen. Das Thema des Abends war Hanf als nachhaltiges (Bau-)Material. Im Laufe des Workshops wurden die vielseitigen Einsatzbereiche von Hanf auf experimentellem Wege ergründet. Im Fokus stand dabei der Gebrauch von Hanf bei der Erstellung von eigenen Kunstwerken (Töpfereierzeugnisse wie Schalen und Vasen) und Herstellung von Möbeln (z.B. in Form von Stühlen und Tischen). Anschließend erfolgte eine Einführung in die Kreativitätstechnik „Lego Serious Play“ – eine Methodik zur Generierung von Problemlösestrategien in einem spielerischen Kontext (Stichwort: Gamification). Diese Technik wendeten die Studierenden an, um eigene Lego-Modelle zu erstellen, die die derzeitig und auf der eigenen Prognose basierende zukünftige gesellschaftliche Wahrnehmung von Hanf als Kulturpflanze und Rohstoff darstellen sollten. So entstanden verschiedene Modelle, die allen Beteiligten zu eigenen Anregungen verhalfen, sich dem Thema Hanf zukünftig auch auf anderem Wege widmen zu können.


  • bioPunk.kitch; Wissenschaftsladen Potsdam e.V.; Bioökonomie
    Eröffnung der bioPunk.kitchen

    Nach intensiver Planung und Vorbereitung können wir nun voller Stolz die Eröffnung der bioPunk.kitchen (https://biopunk.kitchen) verkünden. Als offizieller Partner des Forschungsprojekts der Universität Potsdam und des ATB im Projekt „Diskurs regionale Bioökonomie“ wird dieses Biolabor vor allem eine praktische Rolle in der Kommunikation nachhaltigere bioökonomischer Praktiken und Aktivitäten einnehmen. Bisher durften Besucher des Labors ihre Fähigkeiten bei dem Aufbau einer Aquaponikanalge und bei der Pilzzucht unter Beweis stellen. Diese stellen die ersten Meilensteine des Bestrebens einer nachhaltigeren Gesellschaft der bioPunk.kitchen dar.


  • Pilze; Bioökonomie; Digitalisierung
    Seminar zu Bioökonomie & Digitalisierung Teil 2

    Thema des heutigen Seminars war es anhand der bereits kultivierten Pilze, Produktideen zu erarbeiten und zu verfeinern. Zu Beginn des Seminars wurden den Studierenden einige Beispiele präsentiert, welche Möglichkeiten es gibt, Produkte aus den genutzten Materialien zu fertigen. Eine Gruppe entschied sich dazu einen Wasserkefir aus einem Kombucha-Pilz zu erstellen. Dabei nutzten sie verschiedene Tee- und Zuckersorten, um unterschiedliche Produkte ausprobieren zu können. Die zweite Gruppe hat sich dazu entschieden, Altpapier als Ressource für ein dreistufiges Experiment zu nutzen. Dabei sollten durch die Anzucht von Pilzen auf Altpapiersubstrat pilzbasierte Proteine produziert werden. Die dritte Gruppe nutzte Stoffreste aus Altkleidern zur Herstellung eines Pilzes, der schließlich der Weiterverarbeitung zu einem umweltfreundlichen Thermobehälter dienen soll. Nach etwa zwei Stunden erfolgte eine erneute Auswertung und Verfeinerung der jeweiligen Produkt- und Geschäftsideen.